Vita

Samuel Kummer, 1968 in Stuttgart geboren, studierte Kirchenmusik an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. In den Orgelklassen von Ludger Lohmann, Werner Jacob und Christoph Bossert erarbeitete er sich ein breites Repertoire, welches seine stilistische Vielseitigkeit auf dem Gebiet der Orgelimprovisation nachhaltig geprägt hat (Improvisation bei Hans Martin Corrinth, Willibald Bezler und Wolfgang Seifen). Wichtige Impulse erhielt er auf Meisterkursen bei Marie-Claire Alain, Olivier Latry, Hans Fagius, Jean-Claude Zehnder und Lorenzo Ghielmi. Bei seiner A-Prüfung erhielt er eine Auszeichnung im Fach Orgelimprovisation.

Seit 1988 konzertiert Samuel Kummer im In- und Ausland. Er gab zahlreiche Konzerte in den Beneluxstaaten, den baltischen Staaten (u.a. im Dom zu Riga, Kathedrale zu Brüssel), in Mittelamerika und den USA (u.a. im Mormon Tabernacle) sowie in Russland. Er trat auf beim Styriartefestival, beim Luzernfestival, beim Europäischen Orgelfestival Maastricht, beim Internationalen Bachfestival Warschau sowie bei den Internationalen Recklinghäuser Orgeltagen. 2005 gastierte er zum wiederholten Mal in der Kathedrale zu Guatemala-City, wo er sich 1999 für die Restaurierung und Erhaltung der historischen Walcker-Orgel von 1937 eingesetzt hat. Auf Einladung des Goethe-Instituts konzertierte er in der Philharmonie St. Petersburg, beim Barockorgelfestival Mexico-City sowie beim Slowakischen Rundfunk. Als Solist konzertierte er in der Frauenkirche Dresden zusammen mit der Staatskapelle Dresden (C. Saint-Saëns, Orgelsymphonie) und den Chemnitzer Philharmonikern (J. Jongen, Symphonie Concertante).

Samuel Kummer ist Preisträger internationaler Orgelwettbewerbe. So gewann er 1996 den „Concours L’ Europe et L’ Orgue“ in Maastricht.

Von 1998 bis 2005 war Kummer Bezirkskantor an der Martinskirche Kirchheim unter Teck. Zahlreiche Aufführungen der großen Oratorien unter seiner Leitung, die Reihe Orgelmusik zur Marktzeit sowie die Aufführung des gesamten Orgelwerkes von Johann Sebastian Bach fanden große Resonanz. 2005 wurde er an die Frauenkirche zu Dresden berufen. Er initiierte die vier Orgelreihen Dresdner Orgelzyklus, Bachzyklus, Dresdner Literarische Orgelnächte sowie Orgelnachtmusik bei Kerzenschein. Der Dresdner Orgelzyklus ist eine gemeinsame internationale Konzertreihe der drei Hauptkirchen Kreuzkirche, Hofkirche und Frauenkirche. Seit 2007 ist Kummer Lehrbeauftragter für Orgelimprovisation und Literaturspiel an der Hochschule für Kirchenmusik Dresden.

Samuel Kummers 2005 beim Carus-Verlag erschienene CD mit Orgelwerken von Johann Sebastian Bach und Maurice Duruflé, die erste CD aus der Frauenkirche, erntete einhelliges Lob in der internationalen Fachpresse. Eine Gesamteinspielung der Orgelwerke Louis Viernes nach dem Text der ersten deutschen Gesamtausgabe (Carus-Verlags) startete 2007 in der Frauenkirche mit Kummers Aufnahme der Symphonien Nr. 3 und 5. Sie wurde mit dem Diapason d’Or ausgezeichnet.